Regensburgs rassistische Ergüsse 2.0

Heute ein paar Ergüsse aus der Wochenblatt Regensburg Kommentarspalte bei Facebook:

Folgende Polizeinachricht veröffentlichte das Wochenblatt

Die verharmlosenden und beschwichtigen Kommentar kommen sofort:

Folgender geistricher Kommentar ist nicht nur kaum lesbar, sondern versucht auch noch völlig abstruse Verbindungen zu Geflüchteten ziehen:

Das Zeigen des Hitler-Grußes ist nach §86a StGB eine strafbare Handlung und keine Lappalie!

Neues Transitzentrum in Regensburg

In der Pionierkaserne im Regensburger Stadtteil Kasernenviertel soll ein neues Transitzentrum entstehen, um schnelle Asylantragsentscheidungen und Abschiebungen zu erleichtern.

Regensburg sei mit seiner Anbindung an den Muenchner Flughafen ein praedestinierter Ort dafuer behauptet Innenminister Herrmann.

Die Mittelbayerische berichtete bereits am 30.04.2017. Den Artikel findest du hier.

Nun gibt es kritische Stimmen dazu.

Zum Artikel.

Der SPD-Ortsverein positioniert sich klar dagegen. Aufgrund der aktuellen Zahlen gebe es zur Zeit keinen Bedarf fuer ein Transitzentrum. Bemuehungen der Regensburger um Integration wuerden damit von der CSU bewusst untergraben.

Auch die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl sieht Transitzentren als problematisch. „Der Staat versucht hier, vielen keine gute Bleibeperspektive zuzuschieben. Nach dem Motto: Mehr als 50 Prozent Wahrscheinlichkeit ist eine gute, weniger ist eine schlechte. Dabei ist das Asylverfahren ein individuelles. Diese Vorsortierung ist völlig inakzeptabel.“

Die isolierte Lagerunterbringung mache die Menschen ausserdem krank.

„Mietführerschein“ für Migrant*innen?

Den Artikel findest Du hier.

Der Regensburger Wohnungsmarkt ist angespannt. Umso schwerer fällt es Migrant*innen, eine Mietwohnung zu finden. Der Grund hierfür sind aber nicht die Menschen selbst, sondern rassistische Diskriminierung:

Wie Migrant*innen auf dem Wohnungsmarkt diskriminiert werden, kannst du hier nachlesen.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat zu rassistischer Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt eine umfangreiche Studie heraus gegeben: Diese findest Du hier. Auf Seite 60 werden einige Lösungsvorschläge für das Problem gegeben, die sich ausschließlich an die Politik wenden.

Dass Regensburg auf rassistische Diskriminierung am Wohnungsmarkt mit einer „Schulung“ der Betroffenen reagiert, ignoriert alle Vorschläge der Antidiskriminierungsstelle. Diese Praxis macht rassistische Diskriminierung zum Problem der Betroffenen und stilisiert sie (erneut) zu einer Gruppe von Menschen, die augenscheinlich „unfähig“ sind, ohne Schulung Mietsangelegenheiten selbst zu regeln: Der Mietführerschein reproduziert dadurch nicht nur Rassismus, sondern ist in sich rassistisch.

Folgen rassistischer Berichterstattung

Am Mittwoch, 29.03. kam es zu einem Zwischenfall in der Regensburger Innenstadt, als ein junger Mann einen anderen Mann aus heiterem Himmel mit einem Messer attackierte. So weit, so schlimm.

Obwohl über die Hintergründe und Motive der Tat noch nichts weiter bekannt war, hielt es das Wochenblatt für notwendig, die syrische Herkunft des Täters und den Status als Asylbewerber zu betonen. Neuere Erkenntnisse weisen nun auf eine psychische Erkrankung des Täters hin.

Den Artikel findest du hier.

Was passieren kann, wenn ohne Zusammenhang die Nationalität des Taeters genannt wird war am nächsten Morgen zu sehen. Vor der Buchhandlung Dombrowsky tauchten über Nacht fremdenfeindliche Schmierereien des III. Wegs, einer rechten, neonazistischen Partei auf.

Berichtet wird darüber in diesem Artikel der Mittelbayerischen.

Der Besitzer der Buchhandlung meint dazu folgendes: „Der Fall ist noch nicht gelöst. Sollte es sich bei dem Verdächtigen um den Täter handeln, muss er zur Verantwortung gezogen werden. Aber niemand begeht ein Verbrechen deswegen, weil er aus Syrien kommt.“

Die Schmierereien wurden inzwischen von der Feuerwehr entfernt.

Wochenblatt, rassistische Berichterstattung

Das Wochenblatt hält es für nötig, in dieser kurzen Meldung viermal (!) die nigerianische Staatsangehörigkeit des beschriebenen Ehepaares zu nennen. Obwohl diese dabei vollkommen irrelevant ist, wird so der Eindruck erweckt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Herkunft der Personen und dem auffälligen Verhalten gibt. Dadurch werden gezielt Vorurteile bedient und Rassismus geschürt.

Den Artikel findest du hier

Beobachtung eines Vorfalls am 8.3.2017

Am 8.3. war ich nachmittags in der Regensburg Innenstadt und ging am Neupfarrplatz an einer Demonstration vorbei. Bei der Demonstration liefen Leute verschiedenster Herkunft mit. Ein Mann, der am Rand stand, machte mehrmals den Hitlergruß. Er wurde von Menschen aus der Demonstration angesprochen und es wurde versucht, ihn auf Abstand zu halten. Das weitere Geschehen habe ich dann nicht mehr beobachtet.

Mittelbayerische, rassistische CSU

Am Bockbierfest in Walderbach versuchte die CSU wie gewohnt, die AfD mit rassistischen Aussagen zu übertreffen.

Der Hauptredner Johannes Singhammer, Vizepraesident des Deutschen Bundestages, schaffte es Stammtischparolen und Stimmungsmache gegen die Opposition zu vereinen.

Unter dem Deckmantel christlicher Werte feierte er Festung Europa und deutsche Leitkultur ab.

Den Artikel findest du hier.

Die Mittelbayerische scheint kein Problem darin zu sehen, derartige Aussagen unkommentiert abzudrucken.